Delphos – Krieg der Begierden – Städte der Vergnügungen
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Verzweifelt, die erdrückenden medizinischen Schulden ihrer Eltern zu begleichen, nimmt Sofia ein Angebot an, das unmöglich abzulehnen scheint. Die Wagner-Weber-Korporation bietet ihr einen Job in Delphos, einer Stadt, die für ihre prächtige Architektur – ihre Paläste, Hotels, Galerien und Theater – und für die geheimnisvollen privaten Zirkel bekannt ist, in denen die Reichsten der Welt nach ihren eigenen Regeln leben.
Der Vertrag verspricht eine lebensverändernde Entlohnung.
Das Problem ist: Sofia erinnert sich nicht daran, jeder Klausel zugestimmt zu haben.
Bei ihrer Ankunft in Delphos entdeckt sie, dass die Stadt anders funktioniert als jede andere. Straßen scheinen sich über Nacht subtil zu verändern. Gebäude, die Jahrzehnte alt sein sollten, wirken am nächsten Tag brandneu. Aufzüge führen zu Etagen, die in den Bauplänen nicht existieren. Türen erscheinen in Korridoren, wo zuvor nur Wände waren.
Und vor allem scheint die Stadt ihre Besucher zu beobachten.
Ihre Arbeit wird von zwei Männern überwacht, die ebenso faszinierend wie beunruhigend sind: Feuer und Nathaniel, Vertreter verschiedener Abteilungen von Wagner Weber. Sie sind höflich, kultiviert und scheinbar undurchschaubar. Zwischen Meetings, formellen Abendessen und zufälligen Begegnungen in den Korridoren des riesigen Konzerns beginnt Sofia eine Anziehung zu spüren, die schwer zu ignorieren ist.
Zwischen ihnen besteht mehr als nur berufliches Interesse.
Es gibt Neugier.
Es gibt Misstrauen.
Und es gibt eine Art stille Verbindung, die keiner der drei erklären kann.
Feuer scheint Details über Sofias Leben zu kennen, die sie nie geteilt hat. Nathaniel hingegen zeigt eine beinahe übertriebene Freundlichkeit, als wolle er sie vor etwas schützen, das er nicht benennen kann.
Je mehr Sofia die beiden kennenlernt, desto mehr erkennt sie, dass beide Männer Geheimnisse verbergen.
Und dass sie möglicherweise sogar Geheimnisse voreinander verbergen.
Unfold
Sofia kam am nächsten Morgen bei Wagner Weber an und fühlte sich wie ein Uhrwerk mit einer kaputten Feder. Das Zittern war schlimmer als am Vortag, eine tiefsitzende, innere Erstarrung, die Nathaniels Abwesenheit zu etwas Sichtbarem und Schamvollem verstärkt hatte. Es waren nicht nur die Zitteranfälle; ein durchscheinender organischer Rücksta……
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