Geschichten aus dem Universum der Versuchungen – Nachkommen
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Unter dem raffinierten Glanz der Türme von Lovecraft – wo Milliardäre, CEOs und altehrwürdige Familien Geschäfte verbergen, die niemals Schlagzeilen machen – existiert eine geheime Gesellschaft aus Vampiren, Werwölfen, Dämonen und privilegierten Menschen. Während eines Firmenballs, bei dem Gläser erhoben und alte Feinde höfliche Freundlichkeit vortäuschen, beobachtet Tsuki Miki Delphos jede Bewegung.
Als Inkubus, Geschäftsmann und Vermittler der Midnight Society kennt Tsuki die Begierden und Geheimnisse jener, die die Stadt beherrschen. Seine Mission ist einfach: das Gleichgewicht zwischen den Welten zu bewahren.
Bis Lucien Armand Nacht erscheint.
Er steht nicht auf der Gästeliste, doch kennt er die geheimen Korridore, die uralten Verträge und – vor allem – er kennt Tsuki. Etwas Unheimliches liegt in seiner Präsenz: eine Mischung aus Gefahr, Vertrautheit und Anziehung, die Tsuki nicht entschlüsseln kann.
Zwischen ihnen wächst eine stille Intimität. Nächtliche Gespräche dauern länger als nötig; Blicke verweilen ein paar Sekunden zu lange; Hände berühren sich fast über uralten Dokumenten. Keiner weiß, ob diese Nähe Vertrauen bedeutet oder eine geschickt getarnte Bedrohung.
Lucien enthüllt, dass die Gesellschaft ein Geheimnis verbirgt, das weit älter ist als ihre eigenen Familien. Unter den Straßen von Lovecraft liegt ein übernatürliches Gefängnis, errichtet, um den Ersten Träumer einzuschließen – ein Wesen, dessen Einfluss erneut beginnt, in die Welt hinauszugreifen.
Während Vampire verschwinden, Werwölfe um Territorien kämpfen und Dämonen uralte Pakte brechen, entdeckt Tsuki, dass seine eigene Blutlinie mit diesem Gefängnis verbunden ist.
Noch schlimmer: Verbotene Aufzeichnungen besagen, dass seine Familie und die von Lucien durch einen uralten Pakt vereint waren. Ihre Vorfahren teilten ein Band, das Macht, Magie und Zeit überstieg – und vielleicht sind die beiden dazu bestimmt, wiederzuentdecken, was einst verloren ging.
Unfold
Tsukis Hände zitterten, als er den Brief hielt. Sofort erkannte er seine eigene Handschrift. Die Schnörkel des T in „Dritter Absatz“ und die scharfen Winkel seiner Unterschrift waren unverkennbar. Das Datum lautete 1821, Prag. Ein dunkelrotes Siegel fing das dämmrige Hotellicht ein und wirkte unangenehm wie getrocknetes Blut. Amaya Tsukino. D……
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